Der Glasfaserausbau bringt Stadtwerke, Kommunen und Telekommunikationsunter-nehmen an einen Tisch – oft mit unterschiedlichen Interessen, Prioritäten und Rahmen-bedingungen. Divergierende Positionen zu Ausbaukonzepten, Finanzierung, Zuständig-keiten oder Zeitplänen können Projekte verzögern oder gefährden.
Eine förderkonforme Kostensteuerung ist entscheidend für den Erfolg von Gigabitförderprojekten. Die Anforderungen der Gigabit Richtlinie an Kostenarten, Nachweise und Abrechnung sind komplex – und werden im operativen Projektalltag oft nicht ausreichend berücksichtigt. Der Beitrag zeigt, wie ein strukturiertes Controlling Transparenz schafft, Risiken minimiert und den Verwendungsnachweis deutlich erleichtert.
Stadtwerke und kommunale Telekommunikationsunternehmen stehen heute unter erheblichem Transformationsdruck. Zunehmende regulatorische Anforderungen, steigende Komplexität in der IT sowie knappe personelle Ressourcen treffen auf historisch gewachsene Organisations- und Prozesslandschaften. In diesem Umfeld beobachten wir bei vielen unserer Kunden ein wiederkehrendes Problem: Ineffiziente Prozesse führen zu hohem Mehraufwand – und dennoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen.
Glasfasernetz-Transaktionen sind längst keine Ausnahme mehr. Ob der Verkauf geförderter Netze nach Ablauf der Zweckbindungsfrist, die Erweiterung von Versorgungsgebieten durch Zukäufe oder der Zusammenschluss mehrerer Netzbetreiber – die Motive sind vielfältig. In der Praxis folgen Netztransaktionen jedoch regelmäßig einem klaren Muster. Typischerweise lassen sie sich in drei aufeinander aufbauende und eng miteinander verknüpfte Handlungsfelder gliedern, die im Folgenden näher beleuchtet werden.
Zahlreiche glasfaserausbauende Unternehmen stehen aktuell vor komplexen Herausforderungen bei der Finanzierung. Notwendige Investitionen in den Netzausbau und, im Falle von multidisziplinären Infrastrukturunternehmen wie Stadt- und Gemeindewerken, auch in die energiewirtschaftliche Transformation, erfordern den Einsatz einer strukturierten Finanzierungstrategie. Mit Hilfe eines iterativen Financial Models lassen sich Kapitalbedarfe und deren genaue Zeitpunkte in der Zukunft auch unter Berücksichtigung der Innenfinanzierungskraft des Unternehmens konkret benennen. Auf dieser Basis lassen sich einzelne Tranchen bilden, deren Finanzierbarkeit auch in der aktuellen Marktsituation gegeben ist.
Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD wurde nach intensiven Verhandlungen am 9. April 2025 vorgelegt. Auf 144 Seiten werden Ziele und Maßnahmen für die kommenden vier Jahre beschrieben. Nach der ersten Sichtung ist es nun Zeit für eine erste Analyse aus Sicht der kommunalen Telekommunikationswirtschaft. Hier zeigt sich: Es bestehen Chancen bei Glasfaserausbau, Rechenzentren und Cybersicherheit.
Die Erstellung des Verwendungsnachweises ist für Zuwendungsempfänger eine zentrale Herausforderung innerhalb ihrer geförderten Glasfaserprojekte. Eine strukturierte und konsistente Dokumentation ist erforderlich, um den Abruf der Fördermittel ordnungsgemäß nachzuweisen und Rückforderungen des Fördergebers zu vermeiden. In diesem Beitrag erläutern wir die prüfungsrelevanten Anforderungen und geben praxisnahe Empfehlungen für eine effiziente Nachweisführung.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) startet zu Jahresbeginn die neuen Förderaufrufe im Rahmen der Gigabitrichtlinie 2.0. Erfahren Sie, welche Änderungen – von höheren Punktgrenzen für die Fast Lane bis hin zur reduzierten Förderobergrenze – den Weg für den bundesweiten Breitbandausbau ebnen
Das Thema Open Access für Glasfasernetze steht im Mittelpunkt aktueller Diskussionen über den Doppelausbau von Netzinfrastrukturen. Ein zentraler Streitpunkt bei der Öffnung von Netzen für Drittanbieter ist die Einigung über eine geeignete Entgeltsystematik. Die Bundesnetzagentur schafft nun Klarheit – zumindest für öffentlich geförderte Glasfasernetze.