Aktuelle Themen

BFH Insight - wöchentlich. relevant. präzise.

BFH-Urteil: Prozesskosten nach Schenkung - keine außergewöhnliche Belastung

Prozesskosten sind nach § 33 Abs. 2 Satz 4 EStG nur ausnahmsweise als außergewöhnliche Belastungen abziehbar, wenn der Steuerpflichtige ohne den Rechtsstreit Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren. Der BFH stellt klar, dass diese Rückausnahme keinen eigenständigen Abzugstatbestand begründet: Auch existenzsichernde Prozesskosten müssen nach § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG zwangsläufig sein. Daran fehlt es regelmäßig, wenn der Rechtsstreit auf der Annahme einer Erbschaft oder Schenkung beruht – selbst wenn der Steuerpflichtige den Prozess gewinnt und das geschenkte Vermögen seine Lebensgrundlage bildet (BFH v. 27.08.2026 – VI R 22/24).

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Energiekosten im Gesundheitswesen

AgNes: Wegfall der Umlagebegrenzung droht Krankenhäuser ab 2029 erheblich zu belasten

Die Bundesnetzagentur erarbeitet mit dem Festlegungsverfahren zur Allgemeinen Netzentgeltsystematik Strom (AgNes) eine Nachfolgeregelung für die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV), die Ende 2028 ausläuft. Die neue Systematik soll ab 2029 gelten. Nach dem aktuellen Entwurf drohen insbesondere stromintensiven Gesundheitseinrichtungen erhebliche Mehrbelastungen.

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Unternehmensbewertung

FAUB senkt Empfehlung zur Marktrisikoprämie erneut

Der FAUB hat in seiner Sitzung am 12. Oktober 2026 beschlossen, die Empfehlung zur Marktrisikoprämie anzupassen. Die neue Empfehlung beträgt 4,50 bis 6,00 Prozent vor persönlichen Ertragsteuern sowie 4,00 bis 5,25 Prozent nach persönlichen Ertragsteuern.

Prof. Dr. Martin Jonas
Dr. Christian Deyerler
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BFH-Urteil: Grund und Boden - Sanierung als Herstellungskosten?

Sanierungskosten für Grund und Boden sind nicht schon deshalb zu aktivieren, weil ein Grundstück wieder nutzbar wird. Entscheidend ist, ob die Maßnahme seinen Gebrauchswert gegenüber dem maßgeblichen Ausgangszustand wesentlich erhöht. Der BFH verwirft die Annahme einer „Zweitherstellung“ des Grund und Bodens. Allerdings kann eine frühere Teilwertabschreibung im Betriebsvermögen den Vergleichsmaßstab verschieben – mit unterschiedlichen Folgen für Miteigentümer desselben Grundstücks (BFH v. 21.08.2026 – IX R 13/25).

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Managerhaftung

Organhaftung vermeiden: Entscheidungen richtig dokumentieren

Vorstände und Geschäftsführer können für unternehmerische Fehlentscheidungen mit ihrem Privatvermögen haften. Wer sich dagegen absichern will, sollte wichtige Managemententscheidungen sorgfältig dokumentieren, sodass er sich im Ernstfall auf die Business Judgment Rule bzw. das sogenannte Geschäftsleiterermessen berufen kann. Diese Regel besagt, dass Vorstände und Geschäftsführer für unternehmerische Fehlentscheidungen nicht haften, wenn sie in gutem Glauben und auf angemessener Informationsgrundlage zum Wohl der Gesellschaft gehandelt haben. Wie eine belastbare Dokumentation hierfür aussehen muss, ist vielen Führungskräften aber nicht bewusst. Im Haftungsfall stellt sich dann heraus, dass entscheidende Inhalte fehlen oder relevante Unterlagen nicht mehr auffindbar sind. Wichtige Punkte, die oft übersehen werden, haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

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Aktuelle Presseinformationen

November 2026

Geplante Veränderungen im Führungsteam von Grant Thornton in Deutschland

Nach mehr als 30 Jahren Mandatsarbeit mit Schwerpunkt auf komplexen Transaktionen und 17 Jahren im Vorstand von Grant Thornton in Deutschland, zuletzt als Vorsitzende des Vorstands, hat sich Prof. Dr. Heike Wieland-Blöse entschieden, ihr Amt als CEO zum Jahresende abzugeben.

Oktober 2026

Grant Thornton in Deutschland gewinnt zwei neue Partner für Tax sowie Audit & Assurance

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Grant Thornton in Deutschland verstärkt zu Anfang Oktober die Geschäftsbereiche Tax und Audit & Assurance.

September 2026

Teilhabe am Unternehmenserfolg: Neues Mitarbeitenden-Beteiligungsprogramm bei Grant Thornton in Deutschland

Teilhabe am Unternehmenserfolg: Neues Mitarbeitenden-Beteiligungsprogramm bei Grant Thornton in Deutschland