Aktuelle Themen

Managerhaftung

Organhaftung vermeiden: Entscheidungen richtig dokumentieren

Vorstände und Geschäftsführer können für unternehmerische Fehlentscheidungen mit ihrem Privatvermögen haften. Wer sich dagegen absichern will, sollte wichtige Managemententscheidungen sorgfältig dokumentieren, sodass er sich im Ernstfall auf die Business Judgment Rule bzw. das sogenannte Geschäftsleiterermessen berufen kann. Diese Regel besagt, dass Vorstände und Geschäftsführer für unternehmerische Fehlentscheidungen nicht haften, wenn sie in gutem Glauben und auf angemessener Informationsgrundlage zum Wohl der Gesellschaft gehandelt haben. Wie eine belastbare Dokumentation hierfür aussehen muss, ist vielen Führungskräften aber nicht bewusst. Im Haftungsfall stellt sich dann heraus, dass entscheidende Inhalte fehlen oder relevante Unterlagen nicht mehr auffindbar sind. Wichtige Punkte, die oft übersehen werden, haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.

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BFH Insight - wöchentlich. relevant. präzise.

BFH-Urteil: Erste Tätigkeitsstätte - Flugzeug in Parkposition zählt mit

Piloten haben an ihrem Stationierungsflughafen regelmäßig ihre erste Tätigkeitsstätte – auch wenn sie dort außerhalb des Flugzeugs kaum tätig werden. Der BFH rechnet das in der Parkposition stehende Flugzeug der großräumigen Einrichtung „Flughafen“ zu. Flugvorbereitende Tätigkeiten im Cockpit, etwa die Überwachung der Betankung und die obligatorischen Sicherheitskontrollen, genügen daher als berufstypische Tätigkeit am Ort der ersten Tätigkeitsstätte. Fahrten zwischen Wohnung und Flughafen sind nur mit der Entfernungspauschale abziehbar. Erst mit dem Verlassen der Parkposition wird das Flugzeug zur mobilen Tätigkeitsstätte (BFH v. 09.09.2026 – VI R 4/25).

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BFH-Urteil: Einbringungsgewinn I nach Erbfall: Besteuerung beim Erblasser

Veräußert der unentgeltliche Rechtsnachfolger erhaltene Anteile innerhalb der siebenjährigen Sperrfrist, entsteht rückwirkend ein Einbringungsgewinn I (§ 22 Abs. 1 Satz 1 UmwStG). Wem dieser Gewinn zuzurechnen ist, war umstritten, weil § 22 Abs. 6 UmwStG den Rechtsnachfolger als Einbringenden fingiert. Der X. Senat des BFH hat jetzt entschieden: Der Gewinn ist dem ursprünglich Einbringenden zuzurechnen. Eine Stiftung als Erbin versteuert ihn daher nicht mit Körperschaftsteuer, sondern als Gesamtrechtsnachfolgerin zum Einkommensteuertarif der Erblasserin. Den insoweit eindeutigen Wortlaut reduziert der BFH teleologisch (BFH v. 22.09.2026 – X R 8/24).

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Beratungspraxis Unternehmenssteuern

Formwechsel einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft als Sperrfristverstoß für vorhergehende Einbringung von Sonderbetriebsvermögen?

Die steuerneutrale Übertragung von Sonderbetriebsvermögen im Vorfeld eines Formwechsels ist in der Beratungspraxis ein beliebtes, aber risikobehaftetes Gestaltungselement. Das Finanzgericht (FG) Sachsen-Anhalt hat aktuell entschieden, dass bereits eine zeitliche Differenz von zehn Tagen und eine fehlende rechtliche Verknüpfung der Umsetzungsschritte zur rückwirkenden Aufdeckung stiller Reserven führen können. Die Revision gegen das Urteil ist beim Bundesfinanzhof (BFH) anhängig, sodass die Frage noch nicht abschließend geklärt ist.

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BFH-Urteil: Auslandstätigkeitserlass (alte Fassung) - Keine Freistellung bei EDF-Projekten

Der Auslandstätigkeitserlass (ATE) stellt auf Grundlage des § 34c Abs. 5 EStG Arbeitslohn für bestimmte Auslandstätigkeiten steuerfrei, darunter Tätigkeiten im Rahmen der deutschen öffentlichen Entwicklungshilfe. Die Finanzverwaltung durfte dies auf Projekte beschränken, die unmittelbar aus deutschen Haushaltsmitteln finanziert werden. Vorhaben des Europäischen Entwicklungsfonds (EDF) fallen nicht darunter. Nachdem der EuGH die Praxis für unionsrechtskonform erklärt hat, bestätigt sie auch der BFH: Gerichte prüfen nur, ob die Auslegung allgemeiner Verwaltungsanweisungen möglich und nicht willkürlich ist (BFH v. 02.09.2026 – I R 51/23 (I R 20/18)).

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Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Grant Thornton in Deutschland verstärkt zu Anfang Oktober die Geschäftsbereiche Tax und Audit & Assurance.

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Teilhabe am Unternehmenserfolg: Neues Mitarbeitenden-Beteiligungsprogramm bei Grant Thornton in Deutschland

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Partnerzugang Cornelia Mercadal Vieira: Grant Thornton in Deutschland stärkt Audit-Kompetenz in der Region Rhein-Main

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