Wir kennen die vielschichtigen Herausforderungen und Trends des Maschinen- und Anlagenbaus und können somit den Unternehmen der Branche zielgerichtete und umfassende Services anbieten. Als Mittelständler begegnen wir dem mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau auf Augenhöhe. Durch unser starkes internationales Netzwerk Grant Thornton sind wir in der Lage Sie auch bei grenzüberscheitenden Themenkomplexen zu begleiten. Hierfür steht Ihnen als Mandant stets ein Ansprechpartner in unserem Hause zur Verfügung – und das nicht nur einmalig, sondern über die gesamte Mandatsbeziehung hinweg.

Für uns ist eine ganzheitliche Beratung wichtig und deshalb arbeiten wir über die Geschäftsbereiche hinweg an Lösung in folgenden Bereichen:

Unternehmensführung

  • Abschlussprüfungen nach deutschen und internationalen Vorgaben
  • Steuerliche (etwa Umsatzsteuer, Verrechnungspreise, Personalentsendung) und betriebswirtschaftliche (etwa Financial Modelling, Compliance-Risikoanalysen) Beratung bei Auslandsaktivitäten
  • Unterstützung bei der Gestaltung/Analyse von (Projekt-) Controlling- und Working-Capital-Management-Systemen
  • Beratung zu Themen aus dem Bereich Governance, Risk & Compliance
  • Beratung zu Industrie 4.0

Wachstum und Finanzierung

  • Unterstützung bei Transaktionsvorbereitung und -durchführung sowie bei Separations- und Integrations-Maßnahmen
  • Finanzierungsberatung (unter anderem bei Refinanzierung von Mezzaninekapital, Projektfinanzierung)
  • Beratung bei Investitionsprojekten (etwa Neubau von Produktionsstandorten oder sonstigen CAPEX-Projekten in Kooperation mit Ingenieurgesellschaften, die auf Anlagenbau spezialisiert sind)
  • Beratung in Sondersituationen (unter anderem bei Sanierungen)

Unserer besonderer Beratungsschwerpunkt: Equipment-as-a-Service (EaaS)​

Equipment-as-a-Service beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Produktionssysteme oder Maschinen vom nutzenden Unternehmen nicht gekauft, sondern von einem Anbieter – oftmals dem Hersteller – gegen ein Entgelt im Rahmen eines Miet- oder Leasingmodells bereitgestellt werden. Dabei erfolgt die Wertschöpfung nicht allein durch die Überlassung des Produkts, sondern durch damit verbundene, zusätzliche Services, wie Wartung, Reparaturen, Bereitstellung von Software-Updates und Integration des Produkts in die Systemlandschaft und Produktionsumgebung. Für das nutzende Unternehmen hat dieses Geschäftsmodell ebenfalls signifikante Vorteile, da der Kapitalaufwand durch niedrigere Anschaffungs- und Betriebskosten geringer als beim Kauf von Industriemaschinen ausfällt.

Bilanz und Steuer
  • Bilanzielle Herausforderungen

    Der dem EaaS-Vertrag zugrunde liegende Vermögensgegenstand ist grundsätzlich dem EaaS-Anbieter wirtschaftlich zuzurechnen und daher auch vom Anbieter zu bilanzieren. 

    Das nutzende Unternehmen hat demgegenüber – wie bei einem klassischen Mietvertrag – lediglich die im EaaS-Vertrag vereinbarten Gebühren als laufenden Aufwand ergebnis- und ertragssteuermindernd in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, ohne dass es zu einer Aktivierung des jeweiligen Vermögensgegenstandes beim nutzenden Unternehmen kommt. 

    Mit Hilfe eines EaaS-Modells erspart sich das nutzende Unternehmen nicht nur die oftmals erheblichen Investitionsausgaben, sondern befreit sich zudem von den operativen Risiken durch die Inanspruchnahme der inkludierten Dienstleistungen wie Wartung, Reparatur und Service und hat zudem den Vorteil der Off Balance-Ausgestaltung. EaaS ist für das nutzende Unternehmen mithin sehr flexibel und zugleich wenig kapitalbindend, d.h. liquiditätsschonend.

Das müssen Sie rechtlich beachten
  • Geschäftsgeheimnisschutz

    Die rechtliche Absicherung von Geschäftsgeheimnissen und Know-How spielt im Hinblick auf die EU-Know-How-Schutz-Richtlinie und das Gesetz zum Geschäftsgeheimnisschutz eine besondere Rolle. Denn neben vertraglichen Regelungen bedarf es zur Erlangung von Rechtsschutz auch der Vereinbarung und Durchführung geeigneter technischer und organisatorischer Maßnahmen (TOM) auf Seiten aller Beteiligten, um Geschäftsgeheimnisse des Kunden und seine Produktionsumgebung, aber auch des Anbieters/ Herstellers effektiv zu schützen. Insofern ist eine Due-Diligence-Prüfung der ergriffenen TOMs, insbesondere beim Empfänger von Geschäftsgeheimnissen, zu empfehlen.

  • Rechte an Daten

    Die kontinuierliche Auswertung von Maschinendaten bietet Herstellern und EaaS-Anbietern die Möglichkeit, Maschinenfunktionen und das Anlagendesign zu verbessern und Strategien für vorausschauende Wartungen sowie neue Services zu entwickeln. Daher ist der Zugang zu Daten und die Allokierung von Rechten an maschinengenerierten Daten zwingend erforderlich. Diesbezüglich erlangt der Anfang 2024 in Kraft getretene Data Act besondere Bedeutung. Denn dieses europäische Gesetz zum Datenrecht schafft eine neue Regelungssystematik in Bezug auf Datenzugangs- und -weitergabeansprüche. Hiermit gehen für die beteiligten Unternehmen (Hersteller, Anbieter, Nutzer der EaaS-Produkte/ Services) und weitere Marktteilnehmer als Dritte besondere Herausforderungen, aber auch Chancen zur Entwicklung und Verbesserung datengetriebener Geschäftsmodelle einher. Die Regelungen des Data Act sind insbesondere in den Verträgen der Beteiligten zu gestalten.

  • Vertragsgestaltung

    EaaS-Angebote erfordern eine sorgfältige Analyse des vertraglichen Ökosystems zwischen allen relevanten Parteien. Da es sich um einen typengemischten Vertrag mit miet-/leasingrechtlichen, dienstvertraglichen und ggf. auch werkvertragsrechtlichen Elementen handelt, gilt es, die vertraglichen Verpflichtungen der Parteien im Einzelnen zu definieren. Hierzu kann auch die Definition der kundenseitigen Leistungsbeiträge zu System-anforderungen, Produkt- und Materialspezifikationen gehören. Neben Lizenzrechten (auch an Drittsoftware), Service-Levels und Regelungen zum (geplanten) Lebenszyklus des Produkts ist die Gewährleistung und Haftung auszugestalten, gerade auch im Hinblick auf potentielle Ausfall- und Schadensszenarien, wenn im Rahmen des EaaS-Modells eine Industriemaschine in eine komplexe IT- und Systemlandschaft integriert bzw. mit Produkten/Teilen anderer Hersteller verbunden wird.

​Circular Economy & Nachhaltigkeit
  • Circular Economy

    Die EU strebt im Rahmen der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft verstärkt regulatorische Maßnahmen an, um die Ressourceneffizienz zu steigern und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Das Schließen von Stoff- und Energiekreisläufen soll den Rohstoffverbrauch reduzieren, die Umweltbelastung minimieren und ökonomische Potenziale freisetzen. Geschäfts-modelle wie EaaS bieten Unternehmen erhebliches Potenzial, diesen Übergang zu bewältigen.

    Der kontinuierliche Zugriff auf Maschinendaten und das dadurch verbesserte Wartungs- und Reparaturmanagement sowie das Produktdesign kann die Lebensdauer von Maschinen signifikant steigern. Die Rückführung des Equipments zum Eigentümer ermöglicht die fachkundige Aufbereitung, Sanierung und Umgestaltung. Zudem wird so die Rückgewinnung von Ressourcen für eine mögliche Wiederverwertung vereinfacht. Mit Blick auf die Komplexität der Stoffkreisläufe ist es in diesem Zusammenhang unabdingbar, bestehende Materialflüsse über den gesamten Lebenszyklus und entlang der Wertschöpfungskette messbar zu machen.

Cyber – Prävention und Trends
  • Künstliche Intelligenz

    Sofern im Rahmen des EaaS-Geschäftsmodells Künstliche Intelligenz, etwa zur Prozessoptimierung, vorausschauenden Warten, Qualitätssicherung und KI-gestützten Datenanalysen, eingesetzt wird, wird die voraussichtlich in 2024 in Kraft tretende europäische KI-Verordnung umzusetzen sein, die einen risikobasierten Ansatz verfolgt und neben Dokumentations- und Transpartenzpflichten den Aufbau von Governance-Strukturen zur Überwachung und Risikobewertung von KI-Systemen erfordern kann.

  • IT- und Cybersicherheit

    In Anbetracht der Möglichkeit von Remote-Zugriffen auf EaaS-Produkte und deren Einbindung in die IT- und Systemlandschaft des Nutzers bzw. in seine IoT-Cloud kommt den einschlägigen Gesetzen zur Stärkung der IT- und Cybersicherheit besondere Bedeutung zu. Hier gilt es, die Integrität etwa der Produktionsdaten, Know-How-Abfluss und Datenmanipulation bei der Übertragung von Produktionsdaten an den Anbieter oder innerhalb der Organisation des Nutzers zu vermeiden.

Danke, Mittelstand – dass im Maschinenbau Innovationen Alltag sind.

Ihr habt Vorreiter-Potenzial.
Digitalisierung, Kostensenkung und Nachhaltigkeit bilden im Maschinenbau eine Allianz. Vernetzung und Globalisierung definieren auch die Exportquote – und damit einen extrem wichtigen Erfolgsfaktor für Maschinenbauer. Deutsche Unternehmen verkaufen ins Ausland und beziehen dort Komponenten. Das wiederum hat Konsequenzen für Lieferketten und ihr ESG-Rating.
Wir stärken euch mit smarten Lösungen.
Wie wir den Mittelstand im Maschinenbau beim Global Reach begleiten und wie wir als verlängerte Werkbank unserer Mandantinnen und Mandanten arbeiten – Einblicke dazu liefern Rainer Wilts und Tim Bonnecke, Partner in unserem Team Mechanical & Plant Engineering.
Lesen Sie mehr

Trends wie Industrie 4.0 bzw. Smart Factory, Energie- und Ressourceneffizienz oder Elektromobilität zeigen: Die Branche ist ständig in Bewegung und einem überdurchschnittlich hohem Innovationstrieb ausgesetzt. Die genannten Herausforderungen stellen den mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau vor besondere Herausforderungen, eröffnen aber gleichzeitig auch große Potenziale. Die Verschmelzung von IT-Technologien und dem Maschinenbau im Rahmen des Leitthemas Industrie 4.0 rücken Themen wie IT- und Datensicherheit zunehmend in den Vordergrund. Die damit verbundene industrielle Revolution bietet dem deutschen Mittelstand die Möglichkeit, sich als globaler Vorreiter zu positionieren.

Die Branche ist durch mittelständische Player geprägt, die vor der Herausforderung stehen, in technologischer Hinsicht immer einen Schritt schneller zu sein als die Konkurrenz. Grant Thornton Germany betreut diverse dieser Hidden Champions aus dem Mittelstand.

Wir sind ausgezeichnet.

Und darauf sind wir stolz. Und klar – es freut uns genauso, dass unsere Mandantinnen und Mandanten uns bestens bewerten. Wir arbeiten hart dafür, dass das auch so bleibt. Versprochen!



Siegel_MANAGER_MAGAZIN_2022.jpg