Zahlreiche nachhaltigkeitsbezogene Regulierungen, etwa im Rahmen des EU-Green-Deal, prägen maßgeblich die ESG-Aktivitäten der Unternehmen. Auch wenn regulatorische Anforderungen an die ESG-Berichterstattung nach CSRD/ESRS im Rahmen der Omnibus-Initiative der EU reduziert werden, bleiben zahlreiche andere heterogene ESG-bezogenen Verordnungen oder Richtlinien bestehen bzw. werden erst noch eingeführt. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) sind von diesen Vorgaben betroffen. Zur Bewältigung dieser Anforderungen empfiehlt sich daher auch für von der CSRD nicht mehr betroffene Unternehmen die Implementierung und Nutzung eines um die ESG erweiterten Compliance Management Systems (CMS). Die Hinzuziehung von Rahmenwerken zur (freiwilligen) Nachhaltigkeitsberichterstattung kann zudem einen Arbeitsrahmen für das ESG-Management schaffen. Berichtsstrukturen und Compliance-Management greifen ineinander, schaffen Synergien und reduzieren den Mehraufwand.
Durch die Zustimmung des EU-Parlaments am 16. Dezember 2025 wurde die Einigung aus den Trilogverhandlungen zur Anpassung der Vorschriften zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie den Sorgfaltspflichten gemäß Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) endgültig. Damit wurde ein weiterer Schritt im Gesetzgebungsverfahren zum ersten Omnibus-Paket vollzogen, das auf die Entlastung und Vereinfachung bestehender Berichtspflichten abzielt. Wir beleuchten, welche Unternehmen jetzt in den Anwenderkreis der CSRD und CSDDD fallen und welche Schritte jetzt angegangen werden sollten.
Am 3. Dezember 2025 hat EFRAG den Vorschlag für die Überarbeitung der zwölf European Sustainability Reporting Standards (ESRS Set 1) als „Technical Advice“ an die EU-Kommission übermittelt. Mit den vorgeschlagenen Änderungen reagiert EFRAG auf die Anforderungen des ersten EU-Omnibus-Pakets und das Feedback aus der vorangegangenen öffentlichen Konsultation des Entwurfs zur Überarbeitung des ESRS Set 1 vom 31. Juli 2025. Ziel ist, die Anwendbarkeit der Standards deutlich zu verbessern – bei gleichzeitiger Wahrung der regulatorischen Zielsetzungen im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und des EU Green Deal.
Für viele Mittelständler bedeutet ESG-Reporting bislang: Daten sammeln, Tabellen pflegen, manuell konsolidieren. Daten liegen verteilt, Fachbereiche arbeiten mit unterschiedlichen Systemen. Das verursacht Unsicherheit. Hinzu kommt: Regulatorische Anforderungen wie CSRD/ESRS erhöhen den Druck auf Governance und Nachvollziehbarkeit zusätzlich.
Der Rat der EU hat am 14. April 2025 grünes Licht für die zeitliche Verschiebung der verpflichtenden Erstanwendung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD und zur CSDDD gegeben. Betroffene Unternehmen und Konzerne haben damit mehr Zeit für die Vorbereitung auf die ESG-Berichterstattung.
Die Herausforderungen für Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit nehmen zu. Eine fundierte Auseinandersetzung mit ESG-Themen bedingt ein systematisches Datenmanagement. Die Auswahl einer passenden Software kann dabei eine wichtige Unterstützung sein.
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Wie funktioniert EaaS und wie können Maschinen- und Anlagenbauer die Vorteile dieses Modells nutzen? Welche Aspekte rund um Recht, Steuern und ESG sind zu beachten? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
In den vergangenen beiden Navigatoren haben wir bereits zwei Phasen eines systematischen Umgangs mit Nachhaltigkeit im Unternehmen vorgestellt: zum einen die Nachhaltigkeitsstrategie und damit verbundene Themen, zum anderen das Nachhaltigkeitsmanagement. Anknüpfend daran stellt dieser Artikel die dritte Phase vor: die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Senior Manager Dr. Stefan Hannen hat mit dem Magazin „Mobilität“, das als Beilage der Tageszeitung „Die Welt“ erscheint, über neue Geschäftsmodelle und aufkommende Reporting- und Kommunikationsverpflichtungen in der Automobilbranche gesprochen.
Nachhaltigkeitsmanagement umfasst den Auf- bzw. Ausbau von Governance-Strukturen und -Prozessen, die Erhebung und steuerungsrelevante Aufbereitung von ESG-Daten (auch mithilfe von IT-Systemen) sowie eine Gap-Analyse als Ausgangspunkt zur Implementierung von ESG-Maßnahmen.
Die Circular Economy stellt einen wichtigen Ansatz zum Umgang mit knapper werdenden Rohstoffen und den damit verbundenen Umweltrisiken dar. Wir beschreiben dieses Konzept und zeigen Ansätze zur Umsetzung im Bereich Retail & Consumer auf.