Der Glasfaserausbau in Deutschland schreitet voran – jedoch überwiegend im Status „Homes Passed“. Damit sind Wohneinheiten gemeint, die an einer Glasfasertrasse liegen, jedoch noch nicht aktiv an das Netz angeschlossen sind. Derzeit sind nicht einmal 40 Prozent dieser Wohneinheiten tatsächlich verbunden. Noch geringer fällt die Endkundenaktivierung aus: Rund jeder dritte angeschlossene Haushalt entscheidet sich weiterhin für einen kupferbasierten Internetanschluss. Der vollständige Ausbau der letzten Meile sowie die erfolgreiche Kundenaktivierung stellen Telekommunikationsunternehmen damit vor erhebliche wirtschaftliche und operative Herausforderungen.
Die EU-Kommission hat am 6. Mai 2026 zwei jeweils vierwöchige Konsultationen zu Entwürfen Delegierter Verordnungen gestartet. Gegenstand sind zum einen die Übernahme der überarbeiteten European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in geltendes Recht und zum anderen die Einführung eines freiwilligen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für nicht berichtspflichtige Unternehmen. Die Konsultationen enden am 3. Juni 2026.
Mit der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU Kommission ist der Weg für den Industriestrompreis in Deutschland frei. Die finale Förderrichtlinie wird zeitnah erwartet. Unternehmen sollten sich bereits jetzt auf die Umsetzung vorbereiten und mögliche Anpassungen durch den neuen TICEF Rahmen im Blick behalten.
Der IDW S 1 i.d.F. 2026 präzisiert die Anforderungen an Unternehmensbewertungen und stärkt die Eigenverantwortlichkeit des Bewerters. Die Neufassung bringt mehr Klarheit bei Rollen, Plausibilitätsbeurteilungen und dem Umgang mit Synergien – mit spürbaren Auswirkungen auf die Bewertungspraxis.
Der Glasfaserausbau bringt Stadtwerke, Kommunen und Telekommunikationsunter-nehmen an einen Tisch – oft mit unterschiedlichen Interessen, Prioritäten und Rahmen-bedingungen. Divergierende Positionen zu Ausbaukonzepten, Finanzierung, Zuständig-keiten oder Zeitplänen können Projekte verzögern oder gefährden.
Viele Compliance Vorfälle und Rechtsstreitigkeiten lassen sich durch ein professionelles Vertragsmanagement vermeiden oder zumindest deutlich effizienter bewältigen. Zugleich ist ein durchdachtes Vertragsmanagement eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte und ein funktionierendes Risikomanagement. Im Rahmen eines Health Checks werden typische Fehlerquellen im Vertragsmanagement gezielt überprüft und praxisnahe, leicht umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. So lassen sich Haftungsfälle vermeiden, Kosten reduzieren und wirtschaftliche Chancen besser nutzen.
Eine förderkonforme Kostensteuerung ist entscheidend für den Erfolg von Gigabitförderprojekten. Die Anforderungen der Gigabit Richtlinie an Kostenarten, Nachweise und Abrechnung sind komplex – und werden im operativen Projektalltag oft nicht ausreichend berücksichtigt. Der Beitrag zeigt, wie ein strukturiertes Controlling Transparenz schafft, Risiken minimiert und den Verwendungsnachweis deutlich erleichtert.
Mit IFRS 18 „Presentation and Disclosure in Financial Statements“ gelten ab dem 1. Januar 2027 neue Anforderungen an die Darstellung von Finanzabschlüssen. Die Änderungen betref-fen nicht nur Accounting- und Reportingprozesse, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf ERP-Systeme wie SAP S/4HANA. Unternehmen sollten frühzeitig prüfen, welche Anpas-sungen an Datenmodellen, Reportingstrukturen und Systemprozessen erforderlich sind.
Der Börsenkurs eines Unternehmens ist ein zentraler Referenzwert für Investoren, Analysten und Entscheidungsträger. Er spiegelt die Markterwartung hinsichtlich der zukünftigen Ertragskraft eines Unternehmens wider – jedoch nicht zwangsläufig dessen tatsächlichen wirtschaftlichen Wert. Doch wann ist er tatsächlich ein verlässlicher Indikator für den „wahren“ wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens? Der im Januar 2026 veröffentlichte neue IDW Standard S 17 liefert hierzu eine fundierte und praxisnahe Antwort und stellt klare Anforderungen an die Beurteilung börsenkursbasierter Kompensationen.
Kommunale Verwaltungen stehen vor der Aufgabe, komplexe Projekte unter Unsicherheit zu steuern, Ressourcen realistisch zu priorisieren und Veränderungen nachhaltig im Verwaltungsalltag zu verankern. Die folgende Zusammenfassung bündelt zentrale Erkenntnisse aus zahlreichen Fachbeiträgen zu Initiierung, Planung, Umsetzung, Controlling, Abschluss, Portfoliosteuerung, Organisationskultur, externer Zusammenarbeit, politischer Einbindung sowie organisationaler Veränderungsfähigkeit. Die Gesamtschau zeigt: Erfolgreiche Kommunen setzen weniger auf Perfektion als auf klare Entscheidungen, transparente Prioritäten, lernorientierte Strukturen und eine Führung, die Wandel sichtbar trägt .
Stellen Sie sich vor, ein Kunde verlangt die Löschung seiner Daten. Ihr Team sagt: „Kein Problem“. Dann beginnt die Suche. In SAP. In Subsystemen. In Backups. In Archiven. Drei Wochen später ist immer noch unklar, ob wirklich alles gelöscht wurde. Die Frist läuft ab – der Kunde beschwert sich bei der Aufsichtsbehörde.
Zahlreiche Organisationen des öffentlichen Sektors nutzen die Migration auf SAP S/4HANA als strategische Gelegenheit, ihre IT-Architektur zukunftssicher auszurichten. Dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches IT-Projekt, sondern um einen tiefgreifenden Transformationsprozess, der eine umfassende Analyse und Neugestaltung zentraler Geschäftsprozesse erfordert. Ein methodisch fundierter Projektleitfaden ist dabei entscheidend, um Komplexität zu steuern und Risiken zu minimieren.