Wöchentliche, präzise Einordnungen aktueller BFH-Urteile. Alle relevanten Entscheidungen kompakt erklärt und praxisnah zusammengefasst.
Filter:
Beliebte Themen
Aktuelle Themen
Wo stehen Sie wirklich? Unsere Health Checks decken Risiken in Steuer und Compliance auf – kompakt, praxisnah, auf den Punkt.
Verpackungsrecht wird zur Managementaufgabe.
Weitere Themen
Microsoft 365 Copilot erweitert das Skill-Management mit dem neuen Feature „People Skill“. Das bedeutet automatisierte Kompetenzprofile, smarte Projektbesetzungen und direkte Integration in HR-Systeme. Gleichzeitig entstehen mit der Nutzung des Tools erhebliche datenschutzrechtliche Herausforderungen. Wir beleuchten Chancen und Risiken der Anwendung und stellen konkrete Maßnahmen für den DSGVO-konformen Einsatz von Microsoft People Skill vor.
Die ertragsteuerliche Organschaft ist ein steuerliches Gestaltungs-Instrument, das sich in der Praxis großer Beliebtheit erfreut. Sie ermöglicht insbesondere die sofortige Verrechnung von Gewinnen und Verlusten zwischen den Gesellschaften des Organkreises. Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf (Urteil vom 09.12.2024, Aktenzeichen 6 K 1772/20 K,G,F) hat dazu jüngst eine – für den Steuerpflichtigen durchaus begrüßenswerte – Entscheidung zur steuerlichen Verlustbehandlung getroffen und sich damit zum Teil der Auffassung der Finanzverwaltung entgegengestellt. Ferner hat sich das FG Münster (Urteil vom 27.03.2025, Aktenzeichen 10 K 2795/22 F) aktuell zu den ertragsteuerlichen Voraussetzungen der Organschaft positioniert. Beide Entscheidungen werden nachfolgend dargestellt.
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat mit Schreiben vom 31. März 2025 zur umsatzsteuerlichen Behandlung von direktverbrauchtem Strom aus Blockheizkraftwerken (BHKW) Stellung genommen. Mit dem Schreiben setzt die Finanzverwaltung die hierzu ergangene Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) um. Zudem hat das BMF eine Übertragung auf ähnlich gelagerte Sachverhalte von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) vorgenommen. Die Sichtweise des BMF kann im Einzelfall unter umsatzsteuerlichen Aspekten attraktiv sein. Wir beleuchten die jetzt geltenden steuerlichen Rahmenbedingungen.
Die SAP-Transformation ist für viele Unternehmen ein zentrales Vorhaben im Rahmen ihrer digitalen Agenda. Dabei geht es nicht nur um die technische Migration auf SAP S/4HANA, sondern um die grundlegende Neuausrichtung von Prozessen, Systemarchitekturen und Betriebsmodellen. Die Komplexität solcher Projekte ist hoch – ebenso wie die Risiken. Ohne gezielte SAP-Expertise drohen erhebliche Einbußen bei Zeit, Qualität und Budget. Mehr als die Hälfte aller SAP-Transformationen bleiben hinter den gesteckten Zielen zurück. Dies zeigt beispielsweise eine Studie von Horvath aus diesem Jahr (Business Transformation Unlocked, demnach liegen 65 % hinter Qualität, 59 % hinter Zeit, 65 % hinter Budget). Gut zu wissen: Wer an den richtigen Stellen investiert, steigert die Effizienz und reduziert die gesamten Projektkosten.
Die Digitalisierung ist eine zentrale Voraussetzung für den zukunftsfähigen Betrieb moderner Hochschulen. Digitale Transformation bedeutet im universitären Kontext, Arbeitsprozesse zu automatisieren, Kommunikationswege zu vereinfachen und neue Formen der Interaktion zwischen Studierenden, Lehrenden und der Verwaltung zu schaffen. Hochschulen, die sich dieser Entwicklung aktiv stellen, stärken nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit, sondern schaffen auch attraktive Rahmenbedingungen für Studium, Lehre und Forschung. Kernbausteine für eine erfolgreiche Digitalisierung sind insbesondere moderne Campus-Management-Systeme und leistungsfähige Dokumentenmanagementlösungen, die sowohl organisatorische Effizienz als auch Nutzerfreundlichkeit maßgeblich verbessern können. Doch auch das Change Management darf im Prozess der digitalen Transformation nicht zu kurz kommen.
Der Börsenkurs eines Unternehmens ist ein zentraler Referenzwert für Investoren, Analysten und Entscheidungsträger. Er spiegelt die Markterwartung hinsichtlich der zukünftigen Ertragskraft eines Unternehmens wider – jedoch nicht zwangsläufig dessen tatsächlichen wirtschaftlichen Wert. Doch wann ist er tatsächlich ein verlässlicher Indikator für den „wahren“ wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens? Der neue Entwurf des IDW Standards ES 17 liefert hierzu eine fundierte und praxisnahe Antwort – und stellt klare Anforderungen an die Beurteilung börsenkursbasierter Kompensationen.
Verrechnungspreise stehen zunehmend im Fokus nationaler und internationaler Steuerbehörden. Die regulatorischen Anforderungen entwickeln sich dynamisch, während Betriebsprüfungen an Tiefe und Komplexität gewinnen. Unternehmen geraten zunehmend unter Ressourcendruck. Sie sehen sich daher mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Verrechnungspreissysteme strategisch auszurichten und Themen zu priorisieren. Eine individuell entwickelte Verrechnungspreisstrategie ist essenziell, um Risiken zu minimieren und steuerliche Streitigkeiten zu vermeiden. Gleichzeitig ergeben sich Chancen: durch mehr Transparenz in Intercompany-Beziehungen, den Einsatz strukturierter Daten sowie digital gestützter Prozesse.
Die M&A-Aktivitäten im europäischen Krankenhausmarkt haben in den vergangenen Jahren spürbar nachgelassen. Die Corona-Pandemie, regulatorische Unsicherheiten und die beschlossene Krankenhausreform in Deutschland wirken wie ein Bremsklotz für viele Transaktionen. Sowohl in Deutschland als auch europaweit ist die Zahl der Deals deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig könnten Faktoren wie Personalengpässe, steigender Kostendruck und zu-nehmende Insolvenzen künftig wieder für Bewegung sorgen. Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre zeigt, wie sich der Markt entwickelt hat – und welche Trends sich abzeichnen.
Jede Google-Suche, jeder Streaming-Abend und jeder Online-Kauf verbraucht Strom in Rechenzentren rund um den Globus. Digitale Plattformen verschlingen so viel Energie wie eine Großstadt – und ihr Bedarf steigt rasant. Nachhaltige digitale Plattformen sind deshalb vom „Nice-to-have“ zum geschäftskritischen Muss geworden. Unternehmen müssen Hightech und Klimaschutz unter einen Hut bringen, um bei der Kundschaft, Investierenden und Regulierern zu bestehen.
Google liefert längst direkte Antworten statt nur Linklisten. Chatbots wie ChatGPT werden zum digitalen Berater, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer noch Webseiten besuchen. Solche Entwicklungen stellen traditionelle SEO-Strategien auf den Kopf. Generative-Engine-Optimization heißt der neue Ansatz, um im Zeitalter von KI-Suchergebnissen sichtbar zu bleiben.
Auf digitalen Plattformen bahnt sich eine Revolution an: Die Integration generativer KI ver-ändert Spielregeln und Erwartungen. Produktmanager und Plattformbetreiber erleben, wie KI-Inhalte Nutzer fesseln und Prozesse beschleunigen. In diesem Spannungsfeld stellt sich die Frage, wie sich die Monetarisierung generativer KI konkret verwirklichen lässt – und zwar gewinnbringend.
Ausländische Anteilseigner mit Gewinnausschüttungen aus deutschen Kapitalgesellschaften haben regelmäßig Anspruch auf eine Reduzierung oder Erstattung der darauf entfallenden Kapitalertragsteuer – entweder auf Grundlage anwendbarer Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) oder der Mutter-Tochter-Richtlinie der EU. Die Entlastung erfolgt aus-schließlich auf Antrag und ist in vielen Fällen zusätzlich an die Voraussetzungen des § 50d EStG geknüpft. Trotz langer Verfahrensdauern – nicht selten über zwei Jahre – sieht das Gesetz keine Verzinsung der Erstattungsbeträge vor. In seinem Urteil vom 25.02.2025 (VIII R 32/21) befasste sich der BFH nun mit der Frage, ob ein Anspruch auf Verzinsung dennoch besteht, wenn das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Erstattung unter Berufung auf § 50d Abs. 3 EStG in der Fassung von 2007 (§ 50d Abs. 3 EStG 2007) unionsrechtswidrig verweigert hat.