Wöchentliche, präzise Einordnungen aktueller BFH-Urteile. Alle relevanten Entscheidungen kompakt erklärt und praxisnah zusammengefasst.
Filter:
Beliebte Themen
Aktuelle Themen
Wo stehen Sie wirklich? Unsere Health Checks decken Risiken in Steuer und Compliance auf – kompakt, praxisnah, auf den Punkt.
Verpackungsrecht wird zur Managementaufgabe.
Weitere Themen
Mit Urteil vom 27.11.2024 (Az. I R 23/21) hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass auch rein geschäftsleitende Holding-Personengesellschaften als Organträger im Rahmen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft fungieren können – selbst dann, wenn keine entgeltlichen konzerninternen Dienstleistungen erbracht werden. Diese Entscheidung stellt eine deutliche Erweiterung des Verständnisses der gewerblichen Tätigkeit im Sinne von § 14 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 S. 2 KStG und § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG dar.
Digitale Souveränität ist ein strategischer Imperativ für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen gleichermaßen. Die nächste Generation von Cloud-Architekturen muss daher nicht nur leistungsfähig und skalierbar sein, sondern auch die Prinzipien der digitalen Souveränität in ihrer technischen Gestaltung verankern. Unter dem Leitbild „Sovereign-by-Design“ treten neue Anforderungen an Datenschutz, Interoperabilität, Kontrolle und Compliance in den Vordergrund – mit direkten Auswirkungen auf Architektur, Betrieb und Auswahl von Cloud-Diensten.
Nach dem „Vierten Gesetz zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie“ kurz Bürokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) bedürfen Neuabschlüsse und Änderungen von Gewerberaummietverhältnissen, die für längere Zeit als ein Jahr geschlossen werden, seit dem 01. Januar 2025 nur noch der Textform. Die Reduzierung der vormals erforderlichen Schriftform soll insbesondere die digitale Entwicklung im geschäftlichen Mietbereich fördern und vorzeitige Vertragsbeendigungen von Mietverträgen einschränken. Die Chancen und Risiken besprechen wir in dieser Kurzdarstellung.
Der neue IDW ES 16 (Entwurf eines IDW-Standards) konkretisiert die Anforderungen an die Ausgestaltung der Krisenfrüherkennung und des Krisenmanagements gemäß § 1 des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG). Er wurde am 28. Februar 2025 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlicht. Die Vorschriften des StaRUG stellen eine gesetzliche Pflicht zur Einführung einer integrierten Unternehmensplanung und eines Systems zur Krisenfrüherkennung dar. Obwohl diese Pflicht bereits seit dem Jahr 2021 gilt, wird vielen Geschäftsführern durch den neuen Standardentwurf erst jetzt bewusst, welches Haftungsrisiko sie bereits seit Jahren eingehen – denn das Fehlen eines solchen Systems hat unmittelbare Auswirkungen auf die Beurteilung, ob eine Insolvenzverschleppung vorliegt.
Seit dem 25. Februar 2025 erhalten Photovoltaik – und Windenergieanlagenbetreiber in Phasen negativer Strompreise ab der ersten Stunde keine Vergütung mehr. Zudem wurde die Leistung, ab der diese Regelung greift, von 400 kWp auf 2 kWp verringert. Dies hat Folgen für die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik- (PV-Anlagen) und Windenergieanlagen an Land (WEA-Onshore), die es zu beachten gilt.
Ab dem 28. Juni 2025 tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Dieses Gesetz verpflichtet Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Ziel ist es, eine diskriminierungsfreie Nutzung digitaler Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen und regulatorische Anforderungen zur Inklusion umzusetzen.
Warum über Krisen sprechen? Krisen sind ein fester Bestandteil des Unternehmertums. Obwohl sie oft plötzlich und unerwartet auftreten, folgen sie meist einem vorhersehbaren Muster. Wer dieses Muster erkennt, kann rechtzeitig gegensteuern, sein Unternehmen absichern und im besten Fall sogar gestärkt aus der wirtschaftlichen Schieflage hervorgehen. Unternehmenskrisen können sowohl intern, etwa durch strategische Fehlentscheidungen oder ineffiziente Prozesse, als auch extern durch plötzliche Marktveränderungen oder geopolitische Entwicklungen entstehen. Entscheidend ist, Krisensituationen frühzeitig zu erkennen, richtig zu managen und passende Maßnahmen abzuleiten. Mit fortschreitender Krise nimmt der Handlungsdruck zu, während gleichzeitig die Handlungsspielräume schwinden. Dieser Artikel erklärt die sechs Krisenstadien nach IDW S 6 – ein praxisnahes Modell, das Unternehmen dabei unterstützt, Krisen rechtzeitig zu identifizieren und erfolgreich zu bewältigen.
Am 28. November 2024 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein wegweisendes Urteil (Aktenzeichen C-293/23) zum Kundenanlagenbegriff des § 3 Nr. 24a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Kontext der Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie (Richtlinie (EU) 2019/944) gefällt. Dieses Urteil hat weitreichende rechtliche, aber auch praktische Implikationen für die derzeitigen Energieversorgungskonzepte und die Regulierung von Kundenanlagen.
Der aktuelle International Business Report von Grant Thornton zeigt: Mittelständler blicken wegen Zöllen, Inflation und Handelsunsicherheiten weniger optimistisch in die Zukunft.
Das BMF-Schreiben vom 15. Dezember 2021 verändert die steuerliche Behandlung der Verpachtung kommunaler Dauerverlustbetriebe wie Schwimmbäder oder dem ÖPNV. Ab 2027 gilt eine strengere Sichtweise auf die Entgeltlichkeit – mit weitreichenden Folgen auch für den steuerlichen Querverbund. Kommunen sollten bestehende Pachtverhältnisse jetzt sorgfältig prüfen.
Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat zeigt auf, wie Verwaltung und Sicherheitsstrukturen digital gestärkt werden können. Grant Thornton begleitet Ministerien und Behörden mit Strategieberatung und Umsetzungskompetenz.
Die Uhr tickt! Unternehmen, die aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle oder andere Vorgänge mit Hilfe elektronischer Kassensysteme erfassen, sind verpflichtet, diese bis zum 31. Juli 2025 an ihr zuständiges Finanzamt zu melden.