Wöchentliche, präzise Einordnungen aktueller BFH-Urteile. Alle relevanten Entscheidungen kompakt erklärt und praxisnah zusammengefasst.
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Wo stehen Sie wirklich? Unsere Health Checks decken Risiken in Steuer und Compliance auf – kompakt, praxisnah, auf den Punkt.
Verpackungsrecht wird zur Managementaufgabe.
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Verrechnungspreise stehen zunehmend im Fokus nationaler und internationaler Steuerbehörden. Die regulatorischen Anforderungen entwickeln sich dynamisch, während Betriebsprüfungen an Tiefe und Komplexität gewinnen. Unternehmen geraten zunehmend unter Ressourcendruck. Sie sehen sich daher mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihre Verrechnungspreissysteme strategisch auszurichten und Themen zu priorisieren. Eine individuell entwickelte Verrechnungspreisstrategie ist essenziell, um Risiken zu minimieren und steuerliche Streitigkeiten zu vermeiden. Gleichzeitig ergeben sich Chancen: durch mehr Transparenz in Intercompany-Beziehungen, den Einsatz strukturierter Daten sowie digital gestützter Prozesse.
Die M&A-Aktivitäten im europäischen Krankenhausmarkt haben in den vergangenen Jahren spürbar nachgelassen. Die Corona-Pandemie, regulatorische Unsicherheiten und die beschlossene Krankenhausreform in Deutschland wirken wie ein Bremsklotz für viele Transaktionen. Sowohl in Deutschland als auch europaweit ist die Zahl der Deals deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig könnten Faktoren wie Personalengpässe, steigender Kostendruck und zu-nehmende Insolvenzen künftig wieder für Bewegung sorgen. Ein Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre zeigt, wie sich der Markt entwickelt hat – und welche Trends sich abzeichnen.
Jede Google-Suche, jeder Streaming-Abend und jeder Online-Kauf verbraucht Strom in Rechenzentren rund um den Globus. Digitale Plattformen verschlingen so viel Energie wie eine Großstadt – und ihr Bedarf steigt rasant. Nachhaltige digitale Plattformen sind deshalb vom „Nice-to-have“ zum geschäftskritischen Muss geworden. Unternehmen müssen Hightech und Klimaschutz unter einen Hut bringen, um bei der Kundschaft, Investierenden und Regulierern zu bestehen.
Google liefert längst direkte Antworten statt nur Linklisten. Chatbots wie ChatGPT werden zum digitalen Berater, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer noch Webseiten besuchen. Solche Entwicklungen stellen traditionelle SEO-Strategien auf den Kopf. Generative-Engine-Optimization heißt der neue Ansatz, um im Zeitalter von KI-Suchergebnissen sichtbar zu bleiben.
Auf digitalen Plattformen bahnt sich eine Revolution an: Die Integration generativer KI ver-ändert Spielregeln und Erwartungen. Produktmanager und Plattformbetreiber erleben, wie KI-Inhalte Nutzer fesseln und Prozesse beschleunigen. In diesem Spannungsfeld stellt sich die Frage, wie sich die Monetarisierung generativer KI konkret verwirklichen lässt – und zwar gewinnbringend.
Ausländische Anteilseigner mit Gewinnausschüttungen aus deutschen Kapitalgesellschaften haben regelmäßig Anspruch auf eine Reduzierung oder Erstattung der darauf entfallenden Kapitalertragsteuer – entweder auf Grundlage anwendbarer Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) oder der Mutter-Tochter-Richtlinie der EU. Die Entlastung erfolgt aus-schließlich auf Antrag und ist in vielen Fällen zusätzlich an die Voraussetzungen des § 50d EStG geknüpft. Trotz langer Verfahrensdauern – nicht selten über zwei Jahre – sieht das Gesetz keine Verzinsung der Erstattungsbeträge vor. In seinem Urteil vom 25.02.2025 (VIII R 32/21) befasste sich der BFH nun mit der Frage, ob ein Anspruch auf Verzinsung dennoch besteht, wenn das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) die Erstattung unter Berufung auf § 50d Abs. 3 EStG in der Fassung von 2007 (§ 50d Abs. 3 EStG 2007) unionsrechtswidrig verweigert hat.
Mit Urteil vom 27.11.2024 (Az. I R 23/21) hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass auch rein geschäftsleitende Holding-Personengesellschaften als Organträger im Rahmen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft fungieren können – selbst dann, wenn keine entgeltlichen konzerninternen Dienstleistungen erbracht werden. Diese Entscheidung stellt eine deutliche Erweiterung des Verständnisses der gewerblichen Tätigkeit im Sinne von § 14 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 S. 2 KStG und § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 EStG dar.
Digitale Souveränität ist ein strategischer Imperativ für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen gleichermaßen. Die nächste Generation von Cloud-Architekturen muss daher nicht nur leistungsfähig und skalierbar sein, sondern auch die Prinzipien der digitalen Souveränität in ihrer technischen Gestaltung verankern. Unter dem Leitbild „Sovereign-by-Design“ treten neue Anforderungen an Datenschutz, Interoperabilität, Kontrolle und Compliance in den Vordergrund – mit direkten Auswirkungen auf Architektur, Betrieb und Auswahl von Cloud-Diensten.
Nach dem „Vierten Gesetz zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger, der Wirtschaft sowie der Verwaltung von Bürokratie“ kurz Bürokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) bedürfen Neuabschlüsse und Änderungen von Gewerberaummietverhältnissen, die für längere Zeit als ein Jahr geschlossen werden, seit dem 01. Januar 2025 nur noch der Textform. Die Reduzierung der vormals erforderlichen Schriftform soll insbesondere die digitale Entwicklung im geschäftlichen Mietbereich fördern und vorzeitige Vertragsbeendigungen von Mietverträgen einschränken. Die Chancen und Risiken besprechen wir in dieser Kurzdarstellung.
Der neue IDW ES 16 (Entwurf eines IDW-Standards) konkretisiert die Anforderungen an die Ausgestaltung der Krisenfrüherkennung und des Krisenmanagements gemäß § 1 des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes (StaRUG). Er wurde am 28. Februar 2025 vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) veröffentlicht. Die Vorschriften des StaRUG stellen eine gesetzliche Pflicht zur Einführung einer integrierten Unternehmensplanung und eines Systems zur Krisenfrüherkennung dar. Obwohl diese Pflicht bereits seit dem Jahr 2021 gilt, wird vielen Geschäftsführern durch den neuen Standardentwurf erst jetzt bewusst, welches Haftungsrisiko sie bereits seit Jahren eingehen – denn das Fehlen eines solchen Systems hat unmittelbare Auswirkungen auf die Beurteilung, ob eine Insolvenzverschleppung vorliegt.
Seit dem 25. Februar 2025 erhalten Photovoltaik – und Windenergieanlagenbetreiber in Phasen negativer Strompreise ab der ersten Stunde keine Vergütung mehr. Zudem wurde die Leistung, ab der diese Regelung greift, von 400 kWp auf 2 kWp verringert. Dies hat Folgen für die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik- (PV-Anlagen) und Windenergieanlagen an Land (WEA-Onshore), die es zu beachten gilt.
Ab dem 28. Juni 2025 tritt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft. Dieses Gesetz verpflichtet Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Ziel ist es, eine diskriminierungsfreie Nutzung digitaler Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen und regulatorische Anforderungen zur Inklusion umzusetzen.